Fränkische Landeszeitung vom 15.03.2025

Die Leitlinien auf den 16 Schildern

Es ist eine Kunstaktion, die dazu anregt mitzumachen. Die „Verkehrsschilder der Gerechtigkeit" wenden sich gegen Rassismus und für Respekt, gegen Krieg und für Zusammenhalt und Gleichbehandlung. Ansbacherinnen und Ansbacher sollen darin ausdrücklich eigene Initiativen ins Leben rufen. Eine Anwaltskanzlei etwa setzte dies jetzt um.

16 dieser Schilder stellt die Kanzlei Meyerhuber Rechtsanwälte Partnerschaft ins-gesamt vier Wochen aus. Sie stehen noch zwei Wochen vor ihrem Sitz, dem Feuerbachhaus in der Feuerbachstraße.

Einen besseren Ort hätte der Schilderwald nicht finden können, denn das Feuer-bachhaus trägt den Namen von Johann Paul Anselm von Feuerbach, dem Begründer der modernen Strafrechtslehre, stellt Partnerin Dr. Sylvia Meyerhuber fest. Auf ihn gingen wesentliche Strafrechtsgrundsätze zurück, die auch Eingang in das Grundgesetz fanden.

Verkehrsschilder bestimmen nach den Worten der Anwältin den Alltag. Sie „zeigen uns, was wir dürfen und was wir nicht dürfen". Sie seien soziale Leitlinien im Umgang mit den Mitmenschen. „Welches Mittel böte sich also besser an als Verkehrs-schilder, um die Regeln eines guten Miteinanders für alle deutlich aufzuzeigen?", fragt sie. Für die Kanzlei sei der Umgang mit Recht und Gerechtigkeit tägliches Brot. Dies sei der Anlass gewesen, die Idee des Künstlers vor dem Feuerbachhaus zu präsentieren. Er stellt sich am 10. April bei einem gemeinsamen Abend der Gerechtigkeit in der Feuerbach Akademie vor.